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Urlaub in Niebüll 2006

 

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In diesem Jahr fahren wir zum ersten Mal alle zusammen in Urlaub. Nur die Katzen müssen zuhause bleiben. Es soll nach Niebüll/Nordfriesland gehen, nicht weit von der dänischen Grenze. Dagmar ist schon wochenlang vorher ganz aufgeregt vor lauter Vorfreude.

Wegen eines Schadens am Auto geht es am 19.09.2006 - mit einem Tag Verspätung - endlich los. Die gesamte Fahrt verläuft ruhig und reibungslos, so daß wir nach knapp 7 Stunden an unserem Ziel ankommen.

Tja, und dann sind unsere Leute erstmal ziemlich geschockt: Unterkunft und Umgebung entsprechen so gar nicht den Vorstellungen, die sie sich nach den Fotos und Beschreibungen auf der Homepage des Vermieters gemacht haben. Die Ferienwohnung riecht muffig, ist komplett mit Teppichboden ausgelegt (für Gäste mit Hunden reichlich unpraktisch) und die bunt zusammengewürfelten Möbel erscheinen teilweise recht klapprig. Auch die Ortslage läßt zu wünschen übrig. Zwar hatten unsere Leute sich ein einsam gelegenes Haus vorgestellt, aber daß das Meer noch nicht einmal mit dem Auto zu erreichen ist...

Zum Brötchenholen bzw. Einkaufen muß man jedes Mal mindestens 6 km und zurück fahren. In dem angeblich ausbruchsicher eingezäunten Garten haben wir gleich die Schlupflöcher gefunden. Das Schlimmste: Das Haus liegt direkt an der Straße hinter einer Kurve, so daß die Autos knapp einen Meter am Bad vorbeirauschen. Unsere Gastgeberin hat uns weder empfangen noch verabschiedet. Erst am dritten Tag nach unserer Ankunft treffen wir sie zufällig, als wir von einem Spaziergang zurückkommen.

 

Die Straße vor dem Haus

Der Blick aus dem Wohnzimmerfenster auf die Straße gleich vor dem Haus

 

 

Also rundherum der totale Reinfall. Franz Josef wäre am liebsten sofort wieder nach Hause gefahren, aber Dagmar ist wild entschlossen, das Beste aus der Situation zu machen.

Ausflüge in die Umgebung bringen aber auch keine rechte Freude. Die Landschaft besteht hauptsächlich aus Feldern oder reetgrasbewachsenen Flächen. Es gibt so gut wie keine Grünflächen, alles ist grau-braun. Am meisten vermißt Dagmar das Vogelgezwitscher. Sogar die Kühe auf der anderen Straßenseite sind still.

 

 

 

Immerhin gibt es zwei Lichtblicke: Die Fahrt nach Flensburg und Glücksburg sowie der Ausflug nach Dänemark. Auf der Insel Römö war es wunderschön. Dort gibt es sogar einen Hundewald - ein großes, eingezäuntes Waldstück, in dem die Hunde frei laufen dürfen (ansonsten ist in Dänemark Leinenpflicht.). Ein Stück weiter kommen wir an einen kilometerlangen Strand, wo man mit dem Auto bis ans Meer fahren kann. Das ist toll! Den größten Spaß hat Lotta. Sie genießt es sichtlich, an den Muscheln zu knabbern und die Möwen zu jagen. Auch ins Meer gehen wir - sogar ich habe bis zum Bauch im Wasser gestanden, jawoll!

 

Am Strand von Römö
Müde von der Wanderung

 

 

© 2002-2012 Beagle Balu | aktualisiert: 20.04.2012